Heiraten in den Zeiten von Corona

Heiraten in den Zeiten von Corona - Pandemie statt Zeremonie

Pandemie statt Zeremonie?

Eine Hochzeit bietet die Möglichkeit, der Liebe von zwei Menschen Ausdruck zu verleihen und diese mit der ganzen Familie und zahlreichen Freunden zu teilen. So war und ist es eigentlich auch immer noch. Doch gerade in den unsicheren Zeiten von Corona leidet die Planung der Hochzeit ganz besonders. Das bedeutet eine Umstellung für uns alle.

Die Unsicherheiten der letzten Wochen und Monate sind in vielen Branchen auf der ganzen Welt zu spüren und es ist nicht absehbar, wann wieder klare Linien gefahren werden können. Mittlerweile werden jedoch viele Alternativen und Möglichkeiten angeboten, die es lediglich herauszufinden gilt.

Auch die Hochzeitsbranche wurde nicht verschont. Brautpaare und Veranstalter blieben auf den hohen Kosten sitzen und mussten die Hochzeitstermine verschieben oder absagen. Einladungskarten mussten laufend neu erstellt, gedruckt und verschickt werden. Pläne mussten fortlaufend neu durchgegangen und abgeändert werden. Ein ständiges Auf und Ab verunsichert die Menschen und wirbelt Planungen komplett durcheinander. Der Lockdown wiederholt sich und niemand weiß genau, wann sich die Situation beruhigt oder einpendelt. Täglich erreichen uns neue Regeln, Zahlen und Änderungen. Aber Trübsal blasen kommt gar nicht in Frage. Die Pandemie kann und sollte in diesem Fall durchaus positiv genutzt werden, um eine ganz besondere Art der Trauung zu erleben.

Mit ein wenig Absicherung und Anpassungsfähigkeit muss niemand auf das Heiraten verzichten und kann die Hochzeit vielleicht sogar stressfreier planen und intensiver erleben. Es gibt tolle und ganz besondere Möglichkeiten, mit denen eine Hochzeit – trotz der aktuellen Lage – möglich ist.

Wir stellen heute drei Punkte vor, mit denen die Hochzeit trotz der Pandemie zu einem unvergesslichen und wunderschönen Tag werden kann.

1. Planungssicherheit schaffen

Planung ist das A und O und beruhigt, wenn sie einmal steht. Doch der ursprüngliche Hochzeitsplan muss aktuell weichen und Platz für ein alternatives Konzept machen, welches an die Gegebenheiten und Bedingungen angepasst ist. Hierzu lohnt es sich, im Nachgang dazu einen zweiten „Was-wäre-wenn“-Plan zu erstellen, der wiederum als Leitfaden dienen kann, wenn die Situation sich nochmals ändern sollte. So ist die Planung zusätzlich abgesichert. Etwas Flexibilität sollte auf jeden Fall miteingebracht werden. Ein festes Datum oder ein festgelegter Wochentag kann die Planung außerdem enorm einschränken. Darum lohnt es sich, ein wenig offener bei der Wahl des Hochzeitstages zu sein, um doch eine breit gefächerte Auswahl zu haben.

2. Wahl der richtigen Dienstleister

Damit der vorher festgelegte Plan nicht durch ungeahnte Problematiken seitens der Dienstleister durcheinandergeworfen wird, empfiehlt es sich, den richtigen Dienstleister auszuwählen. Hierbei sollten feste Absprachen und Vertragsbedingungen vorne anstehen und auch Vertrauen zwischen dem Paar und dem Anbieter bestehen. Die Sorge darüber, den Dienstleister zu bezahlen und dann doch keine Leistung zu bekommen, ist groß. Doch aufgepasst: Seriöse Anbieter verlangen nie die Zahlung der ganzen Summe vorab! Daher ist es ganz besonders wichtig, die Augen bei der Wahl offen zu halten. Ist der richtige Dienstleister gefunden, so kann mit diesem auch über den Fall eines Ausfalls gesprochen werden. Ebenfalls berät er darüber, welche Beschränkungen gelten und welche Möglichkeiten es gibt, sich diesen anzupassen. Eine offene Kommunikation ist enorm wichtig, da alle Welt aktuell mit denselben schwierigen Herausforderungen zu kämpfen hat.

Viele Paare werden ihre Hochzeit für dieses Jahr bereits abgesagt oder weit nach hinten verschoben haben, da die allgemeine Ungewissheit einfach zu groß ist. Dadurch entstehen viele Lücken in den Buchungskalendern der Dienstleister, welche nun genutzt werden können, um einen tollen Service zu buchen.

Sollte die Unsicherheit doch überhand nehmen oder die eigenen Wünsche nicht an die aktuelle Situation anzupassen sein, lohnt es sich dennoch, Kapazitäten der Anbieter anzufragen und sich möglicherweise für 2022 eine wunderbare Location mit einzigartigem Service zu sichern. Je länger man wartet, desto schwieriger wird es, geeignete Locations und Services zu buchen.

Ansonsten: Einfach auf das Bauchgefühl verlassen!

3. Just do it!

Zeit zu zweit am Hochzeitstag kann die Hochzeit in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen und zu etwas ganz Besonderem werden. Entgegen der standardisierten Hochzeiten mit Freunden und Familie kann sich das Hochzeitspaar ganz auf sich konzentrieren und den Tag ein wenig intensiver erleben. Frei von den Erwartungen anderer, kann der Tag ganz nach den eigenen Wünschen geplant werden. Ein Fotograf kann den schönsten Tag des Lebens festhalten, damit dieser später mit Freunden und Familie geteilt werden kann und schöne Erinnerungen geschaffen werden können. Alternativ bieten die heutigen digitalen Produkte allerhand Möglichkeiten und Funktionen, die Hochzeit sogar live zu übertragen und Familie und Freunde von der Ferne aus teilhaben zu lassen. Hier sollte das nötige Equipment mit eingeplant werden.

Die Hochzeit zu zweit trägt mittlerweile bereits den Namen „Elopement“, was so viel wie „durchbrennen“ bedeutet. Doch durchbrennen soll man deshalb nicht kurzerhand. Eine Elopement-Hochzeit kann eine lang geplante und intime Hochzeit sein. Der Vorteil hierbei ist, dass durch den Wegfall der Gäste eine Reihe an organisatorischen Plänen wegfällt. Auch die Wahl der Location gestaltet sich deutlich einfacher und kann durch die begrenzte Anzahl an Teilnehmern mehr Auswahlmöglichkeiten hervorbringen. Damit reduzieren sich ebenfalls die Kosten. Die Hochzeit kann somit ganz entspannt und günstiger als sonst stattfinden.

Eine freie, ortsungebundene Trauung beispielsweise kann ebenfalls eine Alternative zur gängigen Hochzeit darstellen und ist im eigenen Garten doch viel intimer und persönlicher. Hier bietet es sich an, einen freien Redner zu engagieren, der die Hochzeit begleitet und die Emotionen in Worte verpackt. Damit bleibt die Hochzeit garantiert unvergessen.

Die Hochzeitsfeier an sich, könnte später auch noch mit Familie und Freunden nachgeholt werden, sobald sich die Situation wieder etwas gelegt hat. So kann auch noch ein wenig für eine große Hochzeit gespart werden, falls es die finanziellen Mittel momentan nicht hergeben sollten.

Sofern all dies mit den eigenen Vorstellungen und Vorlieben vereinbar ist, sollte nicht abgewartet, sondern geheiratet werden. Denn wer möchte schon eine weitere, ungewisse Zeit auf die lang ersehnte Hochzeit warten?

Wie man sieht, ist auch in Zeiten von Corona eine wunderbare Hochzeit möglich und sollte in Erwägung gezogen werden. Denn wer weiß schon, wann sich die aktuellen Umstände wieder legen.